ASK-Golfausflug 15. bis 18.05.2019

Seniors Captain Günther Gallwitz und Reisemarschall Rainer Hartmann hatten auch zu diesem Gruppenausflug für ihre anspruchsvolle ASK-Klientel wieder eine wunderschöne Unterkunft gebucht:

Das zwischen Bad Kreuznach und Mainz am Rande des Rhein-Main-Gebietes, mitten in einer 18-Loch-Meisterschaftsanlage gelegene,

Golf- und Landhotel Rheinhessen, Hofgut Wißberg, Sankt Johann.

Nachdem alle 17 Seniorengolfer den Weg durch die Weinberge zum etwas abgelegenen Hotel und Golfplatz gefunden hatten, traf sich der Trupp zunächst zum fröhlichen Kaffeeplausch auf der sonnendurchfluteten Terrasse unserer Unterkunft und später zum Abendessen im angegliederten Restaurant.
“Ein Eldorado für Freunde herzhaft-raffinierter Küche” bewirbt der Hausprospekt des Hotels das Lokal. Eine Aussage, die uns als kulinarisch verwöhnte Badener sofort aufhorchen ließ.

Am nächsten Morgen waren es dann vom sehr reichhaltigen Frühstücksbüffet nur 152 Schritte bis zum ersten Abschlag des

Golfclub Rheinhessen Hofgut Wißberg St. Johann.

“Es gibt nur wenige Golfanlagen in Deutschland, die ein ähnlich reizvolles Ambiente bieten”.

Mit diesen bescheiden klingenden Worten bewertet der Golfclub seinen Platz.
Nicht nur höfliche Gäste können sich dieser Ansicht ohne Abstriche anschließen:
Auf einem wegen seiner langgestreckten Form ‘Tafelberg’ genannten Hochplateau gelegen und umgeben von Weinbergen bietet diese Anlage traumhafte Panoramablicke. Es handelt sich um einen anspruchsvollen, abwechslungsreichen Platz (Slope 138) mit zahlreichen Bunkern und großen Grüns, auf dem wir die ganze Palette unserer golferischen Klasse demonstrieren konnten. Praktisch alle Bahnen waren gesäumt von hunderten in strahlender Blüte stehenden Wildblumen.

Rainer Hartmann hat im Anschluss daran eine Planwagenfahrt mit dem Ziel ‘Weingut Schäfer & Sohn’ zum Abendessen organisiert. Aufgetischt wurde uns von der Frau des Winzermeisters wohlschmeckende, rheinhessische Hausmannskost vom Feinsten. Parallel dazu stellte der Winzer diverse Weine aus seiner Angebotspalette vor. Unterhaltsame Stunden, da es der Weinerzeuger verstand, seine Gäste mit interessanten Geschichten und lustigen Anekdoten bei Laune zu halten. Sehr beruhigend war an diesem Abend vor allem, dass wir nach ausgiebiger Verkostung der ausgezeichneten Rheinhessenweine wieder mit dem Planwagen nach Hause gefahren wurden und deshalb niemand an eine Promillegrenze denken musste.

Zur zweiten Runde fanden sich die aktiven Senioren dann beim

Golfclub Nahetal

ein. Einem 18-Loch-Platz, der bedingt durch sein hügeliges Areal, gut platzierte Wasserhindernisse und zum Teil sehr enge Fairways, die von altem Buchen- und Eichenbestand umrahmt werden, ein präzises Spiel erfordert. Ungewohnt für uns Urloffener waren die ‘blinden’ Drives in nicht einsehbare Landezonen mit Schräglagen, die den erst kürzlich geübten Osterbrauch des Suchens wieder aufleben ließen.

Als “Ein Highlight in Rheinland-Pfalz” beschreiben die Herrschaften vom GC Nahetal ihre Anlage. Vielleicht hängt das neben der Schönheit des Platzes auch damit zusammen, dass von verschiedenen Bahnen aus der 202 Meter hohe ‘Rotenfels’ zu sehen ist. Diese aus Quartzporphyr-Gestein bestehende Felswand gilt nämlich als die höchste zwischen den Alpen und Skandinavien.
Durch eine Kooperation des Clubs mit der ‘Fondation Kubach-Wilmsen’ wird der Platz in künstlerischer Hinsicht mit Projekten diverser Skulptur Manufakturen bereichert. Na ja, wer’s mag. Aber immerhin war diese Kunst wesentlich gefälliger als der Teil der 1.700 Windkraftanlagen von Rheinland-Pfalz, der uns – insbesondere auf dem am Tag zuvor gespielten Platz – dauernd umrahmte.

Nach dem Abendessen fand sich der ‘harte Kern’ im historischen Gewölbeweinkeller des Hofguts ein, um in stilechtem rheinhessischem Flair den zweiten Golftag feucht-fröhlich ausklingen zu lassen.

Als dritte Herausforderung hatten Günther und Rainer für die Reisegesellschaft den

Golf Club Domtal Mommenheim

auserkoren. Relativ breite – dafür aber lange – Fairways in leicht hügeligem Gelände und großzügige Grüns charakterisieren diese Golfanlage. Gerade richtig zum Ausklang, um die ASKler vor der Heimfahrt nicht zu sehr zu beanspruchen.

Laut Reiseführer “gelten ‘Pfälzer Saumagen’ und ‘Schwenkbraten’, als Spezialitäten der Region. Die Nähe zur hessischen Landesgrenze lasse der ‘Handkäs mit Musik und Grüner Soße’ erahnen”. Merkwürdigerweise stand dergleichen auf keiner einzigen Speisekarte der von uns besuchten Lokalen. Man darf also nicht alles glauben, was so geschrieben wird.

Wie bei den meisten Tätigkeiten in der freien Natur spielten auch bei uns auf den Golfrunden die Wetterverhältnisse eine große Rolle hinsichtlich des allgemeinen Wohlbefindens.
Zwar lies die ‘Kalte Sophie’ am Anreisetag trotz blauen Himmels und durchgehenden Sonnenscheins das Thermometer zum Abschluss der Eisheiligen noch nicht über 15 Grad Celsius im Schatten steigen. Aber dann hatten zu unserem Glück Petrus und das Hoch Neyvi ein Einsehen und bescherten uns hervorragende meteorologische Verhältnisse. Schön warm und vor allem vollkommen trocken. So lässt sich’s leben, reisen und golfen. Die Stimmung der Truppe war auch dementsprechend bestens.

Ein ‘herzliches Dankeschön’ für die Organisation dieses Ausflugs ist nochmals auf diesem Wege an Günther Gallwitz und Rainer Hartmann zu richten: Die von Euch ausgesuchte Destination, wie man jetzt neudeutsch zu sagen pflegt, war rundum zufriedenstellend. Und insbesondere die Überraschung mit der Weinprobe begeisterte ebenso wie der gemütliche, kleine, denkmalgeschützte Gutshof in dem wir logierten.

Zum guten Gelingen des Ausflugs haben auch wieder Ingrid Volkenand und Friedhelm Königs beigetragen, die mit Akribie und Fingerspitzengefühl die Flights über die drei Runden jeweils handverlesen zusammenstellten. Besten Dank !

Alles in allem: Schön war’s !

Georg de Frênes